Café in der Johanneskirche Düsseldorf

johanneskirche und blockupy
Cafe in der Johanneskirche und Blockupy

Blockupy gibt es noch?

Tja, eigentlich wollte ich nur ins Café gehen.
In ein Café, das sich in einer Kirche befindet.
Ein Freund aus Düsseldorf hatte es mir als Geheimtipp empfohlen.

Das Café befindet sich gleich im Foyer der evangelischen Johanneskirche am Martin-Luther-Platz 39.
Bereits 1997 wurde es eingerichtet und dient bis heute als Öffentlicher Raum für Menschen, als Lesesaal und Veranstaltungsort.

Es ist hell und geräumig, als ich das Café betrete. Getränke aus dem fairen Handel, leckere Kuchen und warme Mittagsgerichte werden zu sehr moderaten Preisen angeboten (ein Stück Kuchen für 1€).
Am leckersten sei der Birnenkuchen, hat mir der Freund empfohlen.
Er war wirklich sehr köstlich 😉

Das Publikum ist gemischt, man sieht sowohl junge Studenten als auch Rentner, man hört verschiedene Sprachen. Es ist gemütlich, man kann sich Zeitungen, Bücher und Zeitschriften ausleihen.

Direkt vom Café aus kann man gleich den Kirchensaal betreten, der schlicht ist, Ruhe ausstrahlt und gleichzeitig als Ausstellungsraum für Kunstsammlungen dient.

Ich finde, dass die Einbindung eines Café’s eine tolle Idee ist, um eine Kirche bekannter zu machen.
Ja, öffnet doch einfach eure Toren!
Witzig finde ich das „Sunday Special – Der andere Gottesdienst. Für Anfänger
Ich selbst bin nicht religiös, auf dem Papier eine Buddhistin… aber so ein Angebot klingt sogar für mich verlockend.

Ich habe den Eindruck, dass es hier sehr tolerant zugeht.

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Blockupy – Cafe Johanneskirche

Kein Wunder also, dass die Blockupyer sich dort seßhaft gemacht haben. Um die Kirche herum ist ein Zeltlager aufgebaut mit Bannern.
Seit die Polizei vor zwei Wochen das Lager an der EZB in Frankfurt aufgelöst hat, habe ich in den Medien nichts mehr über die Blockupy-Bewegung gehört.

Ich habe schon immer Menschen bewundert, die für ihre Meinungen einstehen, für ihre Ziele kämpfen und dafür sogar auf die Straße gehen. Zu diesen mutigen Menschen gehöre ich offenbar nicht.
Es geht mir anscheinend zu gut…

Ich muss zugeben, dass das Thema Geld und unser Finanzsystem in all seinen Ausmaßen mein Vorstellungsvermögen übersteigen.

Eigentlich wurde das Geld doch dazu erfunden, um den Tauschhandel zu vereinfachen. Aber inzwischen kommt es mir vor wie, als hätte die Menschheit ein Monster erschaffen, das sie selbst nicht mehr kontrollieren kann, sondern umgekehrt.

Alle haben sich an dieses Monster gewöhnt und lassen sich von ihm tyrannisieren, weil es einfacher ist…
Es ist einfacher, nur shoppen zu gehen und das Monster zu füttern, statt darüber nachzudenken was man ändern könnte. Ändern für andere, denen es – gelinde ausgedrückt – nicht so gut geht.

Aber das Geld ist an sich nichts Schlechtes, nicht umsonst haben wir es uns als ein Hilfsmittel erfunden.
Ich denke, es kommt nur darauf an, WIE wir es uns verdienen und WAS wir damit tun.
Was ich versuche, ist, mir bewusst darüber zu sein, auf welche Art und Weise ich mein Geld verdiene und verantwortungsvoll darauf zu achten, für was genau ich es ausgebe.

Klingt das banal?

Naja, vielleicht kann ich damit nicht die Welt verändern, aber sicher doch meine eigene kleine Welt.

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